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Ein Engel ist ohne Namen. Aber in jeder Stunde kann es sein, dass er Deinen Namen trägt. (Albrecht Goes)
"Meister, stimmt es, dass ein Krieger unverletzbar ist?"
"Nein, ein wahrer Krieger wird man dadurch, dass man durch und durch verletzbar ist..."


DER ORAKEL-GARTEN HAT SEINE PFORTEN GEÖFFNET:

ES IST EIN FORUM FÜR ALLE, DIE SICH GERNE ÜBER ALLE MÖGLICHEN SPIRITUELLEN/
ESOTERISCHEN THEMEN AUSTAUSCHEN MÖCHTEN.

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Erklärung des Vorstands des Tarot e.V.

zu der Sendung „Heiler oder Heuchler“
im stern.tv (RTL) v. 3./6.8.11



Unter dem Titel „Heiler oder Heuchler“ brachte stern.tv am 03.08.2011 (Wdh. am 06.08.2011) einen rd. 15-minütigen Bericht. Darin wurden vier ausgesuchte Wahrsager gezeigt, deren Praktiken auf Betrug sowie auf Belanglosigkeiten beruhten. Angeblich war einer der vier Wahrsager – eine im Film komplett unkenntlich gemachte Gestalt – ein Mitglied unseres Tarot e.V (www.tarotverband.de).
Wir haben seit unserer Gründung 2003 einen Ehrenkodex, der für alle Mitglieder verpflichtend ist und der unseriöse Praktiken, wie die in diesem TV-Beitrag gezeigten, ausschließt. Der Vorstand des Tarot e.V. erklärt zu dieser Sendung:


1. Tarot mit seinen 78 Bild- und Symbolkarten ist ein Kulturgut. Salvador Dalí, Italo Calvino, Bob Dylan und viele andere Künstler haben sich ihm gewidmet. Von dem bekannten Sozialpsychologen Erich Fromm stammt der heute gebräuchliche Begriff der „Symbolsprache“ 1 . 1978 entstand die erste psychologische Doktorarbeit „Zur psychologischen Deutung des Tarock-Spiels“ (M. Hollenstein, Zürich); viele weitere anerkannte wissenschaftliche Arbeiten sind dem gefolgt.


2. Mehr als eine Million Menschen 2 im deutschsprachigen Raum legen sich selbst mehr oder weniger regelmäßig die Tarot-Karten. In demselben Bereich gibt es einige Tausend Tarot-Berater/innen, die verantwortungsvoll mit Karten beraten. Anstatt sich darauf zu beziehen, werden hier vier ‚schwarze Schafe’ an den Pranger gestellt und dabei suggeriert, es handele sich dabei um typische „esoterische Lebenshilfe“.


3. Bisher ist die Behauptung, einer der vier gezeigten Wahrsager sei ein Mitglied unseres Verbandes, unbelegt. (Sollte sie wider Erwarten zutreffen, würde das betreffende Mitglied sofort aus unserem Verband ausgeschlossen.)
Wir haben Sender und Redaktion aufgefordert, den Namen dieses angeblichen Mitglieds mitzuteilen und uns die Gelegenheit zu einer Gegendarstellung auf dem gleichen Sendeplatz zu geben.


4. Zu den Mindestbedingungen einer seriösen Beratung mit Bild- und Symbolkarten gehört es, dass sich die Beratung (a) konkret auf die Karten bezieht und (b) aus-schließlich auf diese Karten stützt.
Dabei gilt es, die gegebenen Möglichkeiten und neue Chancen aufzuzeigen. In unserem Ehrenkodex heißt es dazu: “… dass Tarot ein Symbolsystem mit einem weiten Spektrum ist, bei dem das Thema jeder einzelnen Karte in förderlicher oder problemati­scher Weise ge- und erlebt werden kann.
Deshalb verzichte ich auf plaka­tive Rezeptdeutungen und bewerte keine Karte als einseitig gut oder schlecht. Ich verzichte auch auf Aussagen, die als unausweichliches Schicksal verstanden werden können. Viel­mehr bin ich bestrebt, jedem Ratsuchenden Entwicklungs­mög­lichkeiten aufzu­zeigen und sein eigenverantwortliches Handeln zu stärken.“

5. Dass eine sachliche Berichterstattung über das heutige Tarot möglich ist, belegen viele positive Beispiele. Zum Beispiel fand im November 2009 in Hamburg mit knapp 300 Teilnehmer ein großer Tarot-Kongress (www.tarotkongress.de) statt, den unser Verband aus Anlass des 100. Geburtstags des modernen Tarot mit Referenten aus dem In- und Ausland gestaltete.


Allein dieser Kongress fand seinen Niederschlag in Hunderten informativer und journalistisch korrekter Presseberichte (von der FAZ bis zur BILD); Kopien davon stellen wir der Redaktion des stern.tv bei Bedarf gern einmal zur Verfügung.



Anhang:

Der Ehrenkodex


Selbstverpflichtung der Mitglieder des Tarot e.V.



Tarot ist ein von Generationen geprägtes, vielschichtiges Erkenntnisinstrument. Ich bin mir daher bewusst, dass über meine Deutungen hinaus stets noch weitere Aussagen und Aspekte in der Bildersprache der Karten liegen.


Ich weiß, dass Tarot ein Symbolsystem mit einem weiten Spektrum ist, bei dem das Thema jeder einzelnen Karte in förderlicher oder problemati­scher Weise ge- und erlebt werden kann. Deshalb verzichte ich auf plaka­tive Rezeptdeutungen und bewerte keine Karte als einseitig gut oder schlecht. Ich verzichte auch auf Aussagen, die als unausweichliches Schicksal verstanden werden können. Viel­mehr bin ich bestrebt, jedem Ratsuchenden Entwicklungs­mög­lichkeiten aufzu­zeigen und sein eigenverantwortliches Handeln zu stärken.


Meine Aussagen gründen auf der Deutung der Tarotkarten; sollte ich für be­stimm­te Fragen andere Erkenntnismittel einsetzen, so lege ich dies gegenüber den Fra­genden offen.


Ich verpflichte mich, Kenntnisse aus Tarot-Beratungen weder an Dritte weiter­zugeben, noch zum persönlichen Vorteil zu nutzen. In rechtlichen, finan­ziellen, medizinischen und psychologischen Fragen, für die ich keine Qualifika­tion habe, empfehle ich dem Ratsuchenden, sich professionelle Hilfe zu suchen. Unethische Fragestellungen und abwertende Aussagen, ins­be­sondere über abwesende Dritte, lehne ich ab. Auch im Falle einer Erziehungs­beratung werde ich die Intimsphäre des Kindes achten und gebührend respek­tieren.


Ich weiß, dass meine Deutungen stets subjektiv sind und berate den Ratsuchen­den deshalb so, dass er sich seiner Eigenverantwortung jederzeit bewusst ist.


Ich weiß, dass der Verstoß gegen diesen Kodex den Ausschluss aus dem Verband zur Folge haben kann.



(Ehrenkodex des Tarot e.V. – seit der Verbandsgründung 2003 verpflichtende Mitgliedschaftsvoraussetzung für alle Vereinsmitglieder)



*******AUCH WENN HIER AUSSCHLIESSLICH VON TAROTKARTEN "GESPROCHEN " WIRD , IST ES FÜR MICH EINE SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT DIESEN KODEX AUF AUF JEGLICHES ANDERE KARTENDECK (Z.B. KIPPERKARTEN) ZU BEZIEHEN UND ANZUWENDEN



Kerstin Kolb | KerstinUrsulakolb@web.de