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Lieben heisst, einen Menschen so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat
Liebe ist die stärkste Macht der Welt, und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann (M. Gandhi)
DIE EINLADUNG


Es
interessiert mich nicht, womit Du Dein Geld verdienst.
Ich
will wissen, wonach Du Dich sehnst und ob Du die Erfüllung
Deines
Herzenswunsches zu träumen wagst.


Es
interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
Ich
will wissen, ob Du es riskierst, Dich zum Narren zu machen,
auf
Deiner Suche nach Liebe,
nach
Deinem Traum, nach dem Abenteuer des Lebens.

Es
interessiert mich nicht, welche Planeten ein Quadrat zu Deinem Mond
bilden,
Ich
will wissen, ob Du Deinem Leid auf den Grund gegangen bist und ob
Dich die

Ungerechtigkeiten
des Lebens geöffnet haben, oder Du Dich klein machst

und
verschließt,
um
Dich vor neuen Verletzungen zu schützen.

Ich
will wissen, ob Du Schmerz – meinen oder Deinen eigenen –
ertragen kannst,

ohne
ihn zu verstecken, zu bemänteln oder zu lindern.

Ich
will wissen, ob Du Freude – meine oder Deine eigene – aushalten,


Dich
hemmungslos dem Tanz hingeben und jede Faser Deines Körpers von Ekstase erbeben lassen kannst,
kannst,
ohne an Vorsicht und Vernunft zu appellieren oder an die Begrenztheit des
Menschsein zu denken.


Es
interessiert mich nicht, ob das , was Du mir erzählst, wahr ist.

Ich
will wissen, ob Du andere enttäuschen kannst, um Dir selbst treu zu bleiben ob
Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst, um Deine eigene Seele nicht zu verraten,
ob Du treulos sein kannst, um vertrauenswürdig zu bleiben.



Ich
will wissen, ob Du die Schönheit des Alltäglichen erkennen kannst,selbst wenn sie nicht
immer angenehm ist und ob ihre Allgegenwärtigkeit die Quelle ist, aus der Du die Kraft
zum Leben schöpfst.



Ich
will wissen, ob Du mit Unzulänglichkeiten leben kannst – meiner und Deiner eigenen -
und immer noch am Seeufer stehst und der silbrigen Scheibe des Vollmonds ein
uneingeschränkten „Ja! Zurufst.



Es
interessiert mich nicht, wo Du wohnst oder wie reich Du bist.

Ich
will wissen, ob Du nach einer kummervoll durchwachten Nacht zermürbt
und müde bis auf die Knochen aufstehen kannst,
um das Notwendige zu tun, damit Deine Kinder versorgt sind.


Es
interessiert mich nicht, wen Du kennst oder wie Du hierher gekommen bist.
Ich
will wissen, ob Du inmitten des Feuers bei mir ausharren wirst,
ohne zurück zu weichen.



Es
interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem Du studiert hast.
Ich
will wissen, was Dich von innen heraus trägt,
wenn alles andere wegbricht.


Ich
will wissen, ob Du mit Dir selbst allein sein kannst,
und ob Du den, der Dir in solch einsamen Momenten Deines Lebens Gesellschaft leistet, wirklich magst.


Von
Oriah Mountain Dreamer

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SPUREN IM SAND

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen
war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur
zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am
meisten brauchte?"

Da antwortete er:
"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen."

Originalfassung des Gedichts Footprints (c) 1964 Margaret Fishback Powers;
deutsche Fassung des Gedichts Spuren im Sand (c) 1996 Brunnen Verlag, Gießen.


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KINDER

Sind so kleine Hände
winz'ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen
die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße
mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten
könn' sie sonst nicht geh'n.

Sind so kleine Ohren
scharf, und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen
werden davon taub.

Sind so schöne Münder
sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten
kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen
die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden
könn' sie nichts versteh'n.

Sind so kleine Seelen
offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen
geh'n kaputt dabei.

Ist so'n kleines Rückgrat
sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen
weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen
wär'n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat
hab'n wir schon zuviel.

 Text: Bettina Wegner

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GESTALTGEBET

Ich tu`, was ich tu.
Dafür bin allein ich verantwortlich,

und Du tust, was Du tust,
wofür nur Du verantwortliich bist.

Ich bin nicht auf dieser Welt, um nach deinen Erwartungen zu leben.

Ich kann und darf Erwartungen von dir erfüllen,
muss es aber nicht,
wie entlastend

Und du bist nicht auf dieser Welt,
um nach meinen Erwartungen zu leben.

Wie schön,
dass Du viele meiner Erwartungen ohne Belastungen und Druck erfüllst.

Du bist Du
und Ich bin Ich


I
ch achte Deine Grenzen
Du achtest meine Grenzen.

Ich achte Dich und Du achtest mich.
Und manchmal verschmelzen wir in Liebe.

Aus Ich und Du wird dann ein Wir.

WIR ACHTEN UNS

Ich achte mich und Du achtest Dich.

Und wenn wir uns zufällig finden
- wunderbar.

Manchmal erleben wir Situationen,
in denen wir uns nahe sind.

Wenn nicht,
kann man nichts machen.

Begegnungen kann man nicht erzwingen.
Für sie bleiben wir offen.

Schön,
dass es Dich gibt,
dass es mich gibt,
dass es uns gibt
.


von Fritz Perls


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Schutzengel

Ich sah einen Engel
im silbernen Gewand,
er nahm mich einfach
an seine Hand.

Geleitet mich sicher
durch dunkle Nacht,
beschützt meine Träume
mit himmlischer Macht.

Am Tage unsichtbar
schwebt er übers Land,
kleiner Schutzengel
wird er auch genannt.

Hält seine Hände
zum Schutze über mich,
vielleicht beschützt
so ein Engel auch Dich
.

Autor:  Linda von Oepen

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Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen,
dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnung für mich sind,
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das nennt man
"AUTENTHISCH-SEIN".

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
wie sehr es jemanden beschämt,
ihm meine Wünsche aufzuzwingen,
obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif,
noch der Mensch dazu bereit war,
auch wenn ich selbst dieser Mensch war.
Heute weiß ich, das nennt man
"SELBSTACHTUNG".

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört
mich nach einem anderen Leben zu sehnen,
und konnte sehen, dass alles um mich herum
eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, dass nennt man
"REIFE".

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und das alles, was geschieht, richtig ist
- von da konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich, as nennt sich
"SELBSTACHTUNG".

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich meiner freien Zeit zu berauben
und ich habe aufgehört,
weiter grandiose Projekte
für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das,
was mir Spaß und Freude bereitet,
was ich liebe
und mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise
und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man
"EHRLICHKEIT".

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit
was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen
, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog,
weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das "GESUNDEN EGOISMUS"
aber heute weiß ich, das ist "SELBSTLIEBE".

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
immer recht haben zu wollen
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt,
das nennt man "EINFACH-SEIN".

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert,
weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen,
jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick,
wo ALLES stattfindet.
So lebe ich heute jeden Tag und nenne es
"VOLLKOMMENHEIT".

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
da erkannte ich,
dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann,
als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner,
diese Verbindung nenne ich heute
"HERZENSWEISHEIT".

Wir brauchen uns nicht weiter
vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen
mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen
manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich,
DAS IST das Leben! ..

(Charlie Chaplin)


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Freunde

Wenn’s dir gut geht oder schlecht
ob du Schuld hast oder Recht
einfach da zu sein - dafür sind Freunde da

Niemand fragt wieso - warum
und kein Wort nimmt man sich krumm
immer ehrlich sein
dafür sind Freunde da

Freundschaft ist ein Band
unsichtbar und stark zugleich
ist wie eine Hand
die ein Engel dir von weitem reicht
und den Weg dir zeigt

Wenn’s dir gut geht oder schlecht
ob du Schuld hast oder nicht.

Wenn du nicht mehr weiter weißt
weil dein Herz schon fast zerreißt
sage was dich quält - dafür sind Freunde da

Wenn’s dir gut geht oder schlecht
ob du Schuld hast oder Recht
einfach da zu sein - dafür sind Freunde da

Wenn du nicht mehr weiter weißt
weil dein Herz schon fast zerreißt
sage was dich quält - dafür sind Freunde da

dafür sind sie da
dafür sind sie da

 

(Peter Maffay. Aus "Tabaluga und das verschenkte Glück")

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Der Bach

 

Meine Ufer waren grün
Und mein Flussgesang war ohne Hast
Doch das ist lange her
Und mein Wasser war berühmt
Wer zu mir kam, der war stets mein Gast
Ich erinnere mich kaum mehr

Ich war Lebenselixier
Mein Geheimnis gab ich jedem Preis.

Ich ersticke, kreige keine Luft
Wenn nicht bald was geschieht

Ich war Lebenselixier
Mein Geheimnis gab ich jedem her
Ich war für alle da
Ich war Quell der Fruchtbarkeit
Ich hatte stets für jeden Zeit
Nun ist mein Ende nah
So nah

(Peter Maffay. Aus : Tabaluga und das verschenkte Glück")


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Der Spiegel

Ich mache dir nichts vor
Und bin doch nicht dein Freund
Ich mach dir alles nach
Und bin auch nicht dein Feind
Ich zeige dich so wie du bist
Und wenn du was an mir vermisst
Dann kann es nur die Seite sein
Die ich verkehrt abbilde
Ohne falsch zu sein

Ich bin wie du
Dein Spiegelbild
Bin sanft wie du
Und auchmal wild
Ich bin wie du ..

Dein Spiegelbild

Ich liebe dich so wie mich selbst
Das nennt man Harmonie
Doch ich bin ein Spiegel nur
Erwarte nicht zuviel
Den Weg in deine Zukunft
Zeig ich hell und strahlend klar
Doch wendest du den Blick
Ist nichts mehr wahr

Ich bin wie du
Dein Spiegelbild
Bin sanft wie du
Und auchmal wild
Ich bin wie du
Bin ganz wie du
Dein Spiegelbild

(Peter Maffay. Aus : Tabaluga und das verschenkte Glück)

 

VON DER LIEBE


Da sagte Almitra: Sprich uns von der Liebe.

Und er hob den Kopf und sah auf die Menschen, und es kam eine Stille über sie Und mit lauter Stimme sagte er:


Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.


Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin,
Auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.


Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie,
auch wenn ihre Stimme deine Träume zerschmettern kann
wie der Nordwind den Garten verwüstetet.


Denn so, wie die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich.
So wie sie dich wachsen lässt, beschneidet sie dich.


So wie sie emporsteigt zu deinen Höhen
und die zartesten Zweige liebkost, die in der Sonne zittern,
steigt sie hinab zu deinen Wurzeln
und erschüttert sie in Ihrer Erdgebundenheit.


Wie Korngarben sammelt sie dich um sich.
Sie drischt dich, um dich nackt zu machen.


Sie siebt dich, um dich von deiner Spreu zu befreien.


Sie mahlt dich, bis du weiß bist.
Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist;
Und dann weiht sie dich ihrem heiligem Feuer,
damit du heiliges Brot wirst für Gottes heiliges Mahl.


All dies wird die Liebe mit dir machen,
damit du die Geheimnisse deines Herzens kennen lernst
und in diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.


Aber wenn du in deiner Angst nur die Ruhe und die Lust der Liebe suchst,
dann ist es besser für dich, deine Nacktheit zu bedecken
und vom Dreschboden der Liebe zu gehen.


In die Welt ohne Jahreszeiten,
wo du lachen wirst, aber nicht dein ganzes Lachen,
und weinen, aber nicht all deine Tränen.


Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst.


Liebe besitzt nicht, noch lässt sie sich besitzen;
Denn die Liebe genügt der Liebe.
Und glaube nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken,
denn die Liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen
Lauf.


Liebe hat keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen.
Aber wenn du liebst und Wünsche haben mußt, sollst du dir dies wünschen:
Zu schmelzen und wie ein plätschernder Bach zu sein,
der seine Melodie der Nacht singt.


D
 en Schmerz allzu vieler Zärtlichkeit zu kennen.
Vom eigenen Verstehen der Liebe verwundet zu sein;
Und willig und freudig zu bluten.
Bei der Morgenröte
mit beflügeltem Herzen zu erwachen
und für einen weiteren Tag des Liebens dankzusagen;


Zur Mittagszeit zu ruhen
und über die Verzückung der Liebe nachzusinnen;


Am Abend mit Dankbarkeit heimzukehren;
Und dann einzuschlafen
mit einem Gebet für den Geliebten im Herzen
und einem Lobgesang auf den Lippen



aus: "der Prohpet" von Khalil Gibran



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Zwei Wölfe in Dir

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer.

Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten.

Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens: "Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend."

"Welcher der beiden wird den Kampf
um dein Herz gewinnen?" fragte der Junge.

"Der Wolf, den ich füttere." antwortete der Alte.

Autor unbekannt


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Es ist alles nur geliehen

hier auf dieser schönen Welt !
Es ist alles nur geliehen

aller Reichtum
alles Geld.
Es ist alles nur geliehen

jede Stunde voller Glück

mußt du eines Tages gehen

läßt du alles hier zurück.

Man sieht tausend schöne Dinge

und man wünscht sich dies und das.
Nur was gut ist und was teuer

macht den Menschen heute Spaß.
Jeder will noch mehr besitzen

zahlt er auch sehr viel dafür

keinem kann es etwas nützen

es bleibt alles einmal hier.

Jeder hat nur das Bestreben

etwas Besseres zu sein

schafft und rafft das ganze Leben

doch was bringt es ihm schon ein ?
Alle Güter dieser Erde

die das Schicksal dir verehrt

sind dir nur auf Zeit gegeben
und auf Dauer gar nichts wert.

Darum lebt doch euer Leben

freut euch auf den nächsten Tag

wer weiß schon auf diesem Globus

was der Morgen bringen mag.
Freut euch an den kleinen Dingen

nicht nur an Besitz und Geld.
Es ist alles nur geliehen

hier auf dieser schönen Welt

es ist alles nur geliehen

hier auf dieser schönen Welt.

(Heinz Schenk)

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  Dies ist ein Gedicht eines Mannes, der damit seine Krankheit (MS) verarbeitet. Ich habe es auf der Seite www.mutmach-geschichten.de entdeckt.  Als ich es gelesen habe, hat es mich sehr berührt und er hat mir netterweise erlaubt es hier zu veröffentlichen

Hier noch die Hintergrundinformation zu seiner Geschichte, die ich von der Homepage www.mutmach-Geschichten.de übernommen habe:


Kurze Information von Jens zu diesem Gedicht:


Der Clown beschreibt meine Zeit von der Diagnose 1998 bis 2003. Durch meinen damaligen Psychotherapeuten ermutigt, habe ich den Clown geschrieben. In eineinhalb Jahren Verhaltenstherapie habe ich mein Leben auch mit MS ins Positive gedreht.

Im Gedicht gibt es viele verarbeitete Details, Ängste, Sorgen, Mut, was wohl auf viele von uns nach der Diagnose zutrifft. Deshalb steht der Clown nicht nur für mich, sondern für viele von euch, und nicht nur für die mit der Diagnose Multiple Sklerose. Am Anfang wollte ich es nie aussprechen, wie bei Harry Potters „Lord Valdemore“, dessen Namen nicht genannt werden darf. Ich beschränkte mich auf das Kürzel MS, und es war mir egal ob mein Gegenüber damit etwas anfangen konnte, oder es als Muskelschwund definierte. Heute ist es mir wichtig geworden zu erklären was genau dahinter steckt.

Weitere Details im Clown sind das kleine Mädchen, womit ich meine Tochter beschreibe (damals 5 Jahre jung), im Publikum sehe ich die Menschen um mich herum. Freunde, Familie, Arbeitskollegen.

In der Gestalt eines Clowns konnte ich mich am besten sehen, und diese Situation meiner Diagnose am besten beschreiben.


Der Clown

Noch zehn Minuten dann ist er dran,
die letzte Vorstellung seines Lebens fängt an.

Traurig sitzt er vor dem Spiegel, und sagt: „Weine nicht!“
Und schminkt sich ein rotweißes Lachen in sein Gesicht.

Vor ein paar Stunden hat er die Diagnose erfragt,
Clown Du bist krank, hat man ihm gesagt.

Eine Krankheit die noch nicht heilbar ist,
aber gib nicht auf, bleib wie Du bist.

Noch fünf Minuten dann ist er dran,
fängt dann wirklich die letzte Vorstellung für ihn an?

So viele Jahre hat man über ihn gelacht,
und immer hat er den Menschen Freude gebracht.

Er war der Clown, Tag ein, Tag aus,
mit seiner roten Nase und viel Applaus.

Nun geht es los, jetzt ist er dran,
seine letzte Vorstellung fängt wie immer an.

Durch den Vorhang betritt er seine Welt,
die runde Manege und das Zirkuszelt.

Das Publikum applaudiert und lacht,
wenn der Clown nur seine Späße macht.

Doch plötzlich setzt er sich einfach hin,
laut sagt er: „Es hat doch keinen Sinn!“

Ganz still ist es nun im Zelt,
nur ein Scheinwerfer, der sein Gesicht erhellt.

Und im Licht sieht man ihm an,
dass der Clown nicht mehr lachen kann.


Tränen laufen über sein rotweiß lachendes Gesicht,
ein kleines Mädchen ruft: „Bitte Clown weine nicht!“

Er sagt allen warum er nicht mehr lachen kann,
nun fängt auch das kleine Mädchen zu weinen an.

Es steht auf und geht zu ihm hin:
„Lieber Clown, alles hat seinen Sinn!

Du bist für uns der Clown geblieben,
auch mit der Krankheit werden wir Dich lieben.

Vielleicht kannst Du nicht mehr rennen und springen,
aber Du der Clown wirst uns immer zum Lachen bringen.

Du kannst für uns andere Späße treiben,
doch der selbe Clown wirst Du immer bleiben.

Hinter jedem Schicksal erkennt man irgendwann den Grund,
Clown, Du bist nicht krank, nur anders gesund.“

Er steht auf, jetzt ist er dran,
die erste Vorstellung seines neuen Lebens fängt an...

©jenshauk03

(Aus dem Gedichtband:

Himmelwärts mit meinen Gedichten)

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DAS VERSCHENKTE GLÜCK

Wie ein seltener Vogel, so ist das Glück.
Also wird es gejagt und dabei alles gewagt.
Doch Glück braucht Luft zum Atmen, es lebt von Fantasie.
Darum sperr' es nicht ein, denn so bekommst Du es nie.

Nur wer das Glück verschenkt, hat Glück.

Glück hat Farben und Töne und Formen und ist dabei
nicht in Normen gezwängt; Glück ist anders, als man denkt.
Es kommt heute und gestern und morgen ...

Es kommt zu Dir zurück
DAS VERSCHENKTE GLÜCK

Kommt das Glück in Deine Näh',
dann spiel' einmal gute Fee.
Und gib dem, der gar nichts hat
von Deinem Glück ein winzig kleines Teil ab.

DAS VERSCHENKTE GLÜCK

Alles wird gut,
wenn jeder es tut.
Dann kommt es zurück
DAS VERSCHENKTE GLÜCK.

Nur wenn man weiß,
das Geheimnis es heißt.
Und klingt es verrückt.
Es kommt zu Dir zurück
DAS VERSCHENKTE GLÜCK

(Peter Maffay. Aus : "Tabaluga und das verschenkte Glück")



 

Kerstin Kolb | KerstinUrsulakolb@web.de